Würdigung für Falschabbieger, Teil 2

pingsNachdem der erste Teil unserer Würdigung für Falschabbieger so gut aufgenommen wurde von euch (Danke!), gibt es nun eine Fortsetzung. Wie schon im ersten Teil gibt’s eine Sammlung bunt gemischter Suchanfragen, mit denen anonym bleibende Surfer in den Weiten des WWW zu uns fanden. Ob sie immer das gefunden haben, was sie wollten? Ich bezweifle es ja…

Viel Spaß beim Lesen!

„trag dich schokoladig“
Klar, wenn’s dir Spaß macht. Schokolade kann äußerst modisch sein, wie man anhand von Kleidung aus Schokolade sehen kann. Im Hochsommer würde ich das nicht tragen, es könnte peinlich werden, wenn einem mitten in der Fußgängerzone von Essen-Steele das Tanktop einfach wegschmilzt und Insekten ebenso anlockt wie irritierte Blicke. Für Einsteiger gibt es Bodypainting-Farbe aus Schokolade, die man im heimischen Schlafzimmer probetragen kann.
Dem Absender dieser Suchanfrage empfehle ich übrigens ein Praktikum in einer Werbeagentur, denn „Trag dich schokoladig!“ klingt nach der Geburtsstunde eines Slogans, der mit den meisten anderen mithalten kann – ob das gut oder schlecht ist, lasse ich jedem zur eigenen Bewertung frei.

„kurze gedanken zum herbst“
Buntes Laub. Regen und grauer Himmel. Kürbisse. Wird früher dunkel draußen. Pfützenpatschen.
Reicht das?

„glückliche gedichte“
Erstrebenswert, absolut. Gedichte sollten glücklich sein, sie haben ein wenig Glück in dieser Welt verdient. Man sollte mal darüber nachdenken, was Gedichte so alles durchmachen. Sie werden oft unter erschwerten Bedingungen geboren, verbringen ihr Leben meistens unbeachtet von allen außer ihrem Schöpfer in einer staubigen Kiste, auf der „Peinliche Pubertätserinnerungen“ oder „Nr. 32, Alex“ steht. Manche landen auch in Büchern, wo sie ständiger Konkurrenz durch andere Gedichte ausgesetzt sind. Und nur wenige werden berühmt, und selbst dann werden sie oft noch falsch zitiert. Also, habt ein Herz für Gedichte, schenkt ihnen Liebe und macht sie glücklich!

„tumblr hält zettel“
Tumblr macht ’ne ganze Menge. Bewahrt deine hochgeladenen Beiträge auf, lässt zu, dass Andere sie lesen und teilen und bietet dir eine manchmal etwas nerdige, manchmal leicht kaputte und fast immer äußerst liebenswerte Masse an tumblr-Nutzern, mit denen du dich verbinden kannst. Ich mag tumblr (noch) und hoffe, dass dieses Ding nach der Übernahme durch Yahoo nicht versaut wird. Es kann eine Menge. Mein tumblr – vermutlich deines auch – hält allerdings keine Zettel, denn es läuft alles online ab. Zettel sind sowas von Offline-Kommunikation. Wir haben auf unserem tumblr allerdings ein Bild, auf dem ich einen Zettel halte: das da. Vielleicht hilft das weiter?

„dsa illustrationen gießen“
Illustrationen, ob nun zu DSA (Abkürzung für „Das schwarze Auge“, ein Pen&Paper-Rollenspiel, Anmerkung für die Nicht-Nerds) gießt man normalerweise nicht, man zeichnet sie. Gegossene Illustrationen kenne ich bisher nur von Crafting-Blogs, auf denen Leute Wachsmaler mit dem Fön bearbeiten. Wenn es sowas auch mit DSA-Motiven gibt, freue ich mich über Link-Hinweise. Tipps hierzu kann ich leider keine geben.

„milch und manie“
Es gibt so eine Art Milch-Manie, ja. Geradezu manisch werden manche nicht müde, die angeblichen gesundheitlichen Vorzüge der Kuhmilch für menschliche Konsumenten in den Himmel zu loben. Mit dem Geld der Steuerzahler finanzieren Initiativen wie z.B. der „Weltschulmilchtag“ – damit die lieben Kleinen gleich an die Mutermilch fremder Spezies herange- bzw. erzogen werden – und zahllose regional arbeitende Milcherzeuger-Industrie-Lobbyisten (Beispiel) Milch-Manie-Kampagnen. Sorgt, wenn man drauf reinfällt und sowas wirklich trinkt, dann halt für Osteoporose, Verschleimung der Atemwege, Magen-Darm-Probleme, Allergien und jede Menge anderen vermeidbaren Mist, aber immerhin verkauft die Milch-Industrie damit mehr von ihren subventionierten Erzeugnissen und die Pharmaindustrie freut sich auch. (Gebt in eine Suchmaschine eurer Wahl mal „Die Milch-Lüge“ ein. Dieser Dokumentarfilm ist an vielen Stellen online zu finden, falls ihr ihn ansehen wollt, um ein paar Hinweise zum gesundheitsschädigenden Potenzial von Kuhmilch im menschlichen Körper zu bekommen.)
Es gibt auch Quellen, die darauf hindeuten, dass manische Depression und Milchkonsum irgendwie zusammenhängen könnten, siehe Elnora Van Winkle.
Wer nicht weiß, inwiefern das alles auf den eigenen Körper zutrifft, oder wer (wie ich) die ganze Kiste rund um gequälte Milchrinder, Antibiotika-Panscherei und Konsumentenverdummung made by Staat für eine ganz riesige Schweinerei hält, die er nicht unterstützen will, probiert einfach mal aus, für ein paar Monate ohne Milch zu leben. Geht mit den ganzen Alternativen, die man von Nuss- und Hafermilch (hier ein Rezeptvorschlag) über Sojajoghurt bis vegane Käsescheiben inzwischen hat, ziemlich einfach. Wenn es einem damit besser geht: beibehalten. Nur so als kleiner Tipp.

„veganer apfel“
Äpfel sind vegan, ja. Ein veganer Apfel dürfte ziemlich einfach in jedem Markt erhältlich sein.

„mehr produktanfragen“
War das eine Aufforderung? Wir haben schon mal eine Reihe Produktanfragen gemacht in unserem Vegan-Check „Veganer Federweißer oder die Suche nach der Nadel im Heuhaufen“ und auch bei Subway haben wir mal nachgefragt, wie es mit der veganen Produktpalette aussieht. Könnte mehr werden, stimmt schon. Danke für die Anregung!

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