Forenweltstimmen IV

forenweltstimmen

 

 

„Ich glaube, im Internet nach der Wahrheit zu suchen ist manchmal so, wie die Nadel im Heuhaufen suchen. Kann das sein?” − „Wenn man davon ausgeht, dass ständig neues Heu und Stroh draufgeschmissen, an fünfzig Ecken und Enden und Mittelpunkten welches verbrannt wird, ohne dass es auf zu viele weitere Halme übergreift, dass zwischendrin diverse Organisationen mit Mistgabel darin herumpieken und einige davon hoffen, dich zu treffen, und wenn es überall komische Wegweiser im Heu gibt, die mal in die eine und die andere Richtung zeigen und du trotzdem klug genug bist, dich mit dem richtigen, selbst gebauten Reiseführer nicht zu verirren: Ja!”

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Forenweltstimmen III

forenweltstimmen

„Es geht letztlich allein darum, wie du dich fühlst und nicht darum, ob jeder Andere dieses Gefühl anhand der konkreten Situation nachvollziehen kann.
[…]Wir sind nicht hier, um die perfekten Mitglieder eines Online-Forums zu sein, sondern um eine Gemeinschaft zu bilden, die sich ohne hochgestochene Erwartungshaltungen gegenseitig unterstützt und einen Rückzugsort baut.”

Forenweltstimmen II

Und natürlich hat dann jeder das Recht, zu fragen, wozu wir uns die Mühe machen. Warum wir weiter am Blog schreiben, Produktanfragen senden, fotografieren, recherchieren, korrigieren, twittern. Warum „die Anderen“ und nicht wir als wichtig gelten. Warum wir dann noch weitermachen. Die Frage, was uns antreibt, ist berechtigt. Die Frage nach Geltungssucht ist berechtigt, ebenso.
Doch wir sind nicht die Elite. Oder auch: Denn wir sind nicht die Elite. Über uns wird nicht in Zeitschriften geschrieben. Wir werden nicht verlinkt. Wir stehen in keiner Blogroll. Unsere Kommentare und Fragen werden auf den Blogs der Elite-Blogger nicht einmal freigeschaltet, weil wir in ihren Augen nicht bedeutend genug sind, als dass sie sich mit unserer Aufmerksamkeit öffentlich priviligieren könnten. Wir nehmen keine Produktproben an, um sie dann zu „testen“, sprich: für sie werben im Gegenzug dafür, dass wir den tollen 800-Euro-Mixer oder die grandiosen Make-up-Kits behalten dürfen. Denn wir sind stolz darauf, dass unsere Meinung nicht käuflich ist. Wir waren von Beginn an „Anti-Szene“ und „Anti-Kommerz“ und haben uns damit keine Freunde gemacht.
Aber: Wir sind authentisch geblieben. Wir haben uns nicht verbiegen lassen. Wir mimen keine Authentizität, indem wir angeblich private Fotos posten und so tun, als seien wir ganz normale junge Mädchen, die ein wenig aus ihrem Alltag erzählen, während im Hintergrund unser Blog bereits unser dickes finanzielles Standbein ist und wir mehrere Vertragspartnerschaften mit Konzernen eingegangen sind. Wir können uns noch selbst in die Augen sehen und wissen, dass wir unsere Überzeugungen nicht verraten haben.
Dieser Blog ist für dich, du, der das hier gerade liest. Dieser Blog ist für diejenigen, die ohnehin bereits ein Interesse haben an der Meinung und den Erfahrungen derjenigen, die nicht zur Elite gehören, aber trotzdem gern angehört werden. Nenne es geltungssüchtig, wenn man gerne angehört wird, oder nenne es menschlich. Wir sind selbst Außenseiter und wir fangen die Außenseiter auf. Wir schwingen nicht nur große Reden, wir hören auch zu. Wir hören jedem zu, ganz gleich, welchen Status er im Internet, im realen Leben oder sonstwo inne hat. Und dafür stehen wir. Und dafür steht das Saoghal-Blog.
Nein, wir verdienen daran nicht. Weder Geld noch Produkte noch die Aufmerksamkeit einer nennenswerten Masse. Aber wir sind da. Und wir wissen aus eigener Erfahrung, dass es manchmal gut tut, wenn man einfach weiß, dass jemand da ist. Und zuhört. Ohne zu werten. Ohne Hintergedanken.”

Forenweltstimmen I

„Und ich glaube, das ist es einfach: dass es nicht auf Zahlen oder darauf ankommt, welches Gewicht du hast, welchen BMI, welche Körbchengröße oder welche Haarlänge. Dass es nur darauf ankommt, dass du ankommst in dir selbst, und erst wenn du in deinem Körper ankommst und ausstrahlst, dass du es wert bist, geliebt zu werden, weil du es selbst glaubst, dann passiert es. Dann passiert dir das, von dem du vorher geglaubt hast, es würde dich retten, wenn du die Zahlen erreicht hast, die sich in deinem Kopf festgesetzt haben. Es rettet dich aber nur, weil du dich selbst rettest. Weil du dich retten willst und an dich glauben willst. Dann verlieren alle Zahlen in dir und alle Oberflächlichkeiten um dich herum ihre ganze Bedeutung und du kannst du selbst sein. Dann bist du bereit, dich wirklich lieben zu lassen. Und dann kommen auch diejenigen zu dir, die es wirklich wert sind, von dir geliebt zu werden, denn die wollen keine Zahlen, die wollen dich. Sie werden dann zu dem Wunder, das du selbst schon längst bist.“