Beauty-Test: Lush

Alle Produkte von Lush werden tierversuchsfrei und zu 100% vegetarisch hergestellt, 90% der Produkte sind vegan, so auch alle, die in diesem Test vorgestellt werden. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen für diverse soziale, tierrechtliche und umweltschonende Projekte und bemüht sich, die Verpackung aller Erzeugnisse zu minimieren und auf umweltschonende und Recycling-Mittel zurückzugreifen.

Für den heutigen Test wurden die folgenden Produkte ausgewählt:

  • Strawberry Feels Forever (Massagebutter)
  • Karma Kream (Body Lotion)
  • Blue Skies & Fluffy White Clouds (Badeschaum)
  • The Godmother (Hand- und Körperseife)

Strawberry Feels Forever (Massagebutter)

„Massagebutter, was soll das denn sein?“ fragte ich mich, als ich das Angebot zum ersten Mal sah. Aber die Idee ist so einfach wie genial. Massageöl wird in feste Formen gepresst und wird erst durch das Reiben auf warmer Haut bzw. zwischen den Händen zu flüssigem Öl. Damit spart man sich nicht nur die Flasche und Verpackungsmüll, weil die Massagebutter-Barren in kleinen Recyclingpapier-Tüten verkauft werden und je nach Gusto später in den ebenfalls erhältlichen wiederverwendbaren Metalldosen aufbewahrt werden können, sondern kann es zudem hervorragend nach Bedarf dosieren. Dem rosa Erdbeerherzchen „Strawberry Feels Forever“ konnte ich dann nicht widerstehen, auch wenn es anfangs mehr nach Lebensmitteln riecht als mein Kühlschrank zu Hause. Je mehr man es verreibt, desto vielschichtiger entfaltet sich sein Duft, von blumigen Noten bis hin zu einer dezenten Kokosnote, jedoch stets dominiert von einem fruchtigen Erdbeeraroma, das es für entspannende Partnermassagen besonders reizvoll macht. Aber auch für die Solo-Pflege eignet es sich super, denn neben einer genau richtig dosierten Gleitfähigkeit für Massagen zieht es auch recht bald ein und hinterlässt weder Schmierfilm noch Irritationen, sondern ein herrlich samtiges Hautgefühl.
Bei einem Preis von 9,95 kann man für ein gutes Massageöl nicht meckern.

Wertung:

Öko-Faktor: 5

Qualität:      5

Preis/Leistung:  4

 

Karma Kream
Die „Karma Kream“ mit dem Lush-Duft-Klassiker „Karma“, der vom Hersteller als „Hippie-Duft“ bezeichnet wird, ist eine geschmeidige Body Lotion in einem schwarzen Schraubdeckel-Topf, letzterer laut Angabe aus Recycling-Material. Beim Aufschrauben weht mir sofort ein heftiger Patschouli-Geruch entgegen, erst im Nachklang erreichen erste Eindrücke von Zitrus und Bergamotte die Nase. Sehr ergiebig ist die Creme auf jeden Fall, am Anfang erwische ich für eine Probe zu viel des Guten und kann statt des geplanten Handrückens locker den ganzen Arm damit einstreichen. Also wird dieses 230g-Töpfchen doch länger halten als gedacht, selbst bei meiner trockenen Haut, die gern mal schnell alles aufsaugt, was sie bekommen kann. Und wieder mal wandelt sich der Duft beim Auftragen, frische Zitrusdüfte mit Orangen-Dominanz bilden mit exotischen Blütendüften und harzigem Unterton ein leicht orientalisch angehauchtes Pflege-Erlebnis. Zusätzliches Parfüm brauche ich nach der Anwendung dieser Lotion bestimmt nicht mehr, denn der Duft hält sich subtil über Stunden, ebenso wie ein weich gecremtes Gefühl, das Lust auf mehr macht.
Der Preis von 19,75 erscheint anfangs etwas happig, lohnt sich aber, da man lange etwas davon hat.

Bild_Karma_KreamKarma Kream

Wertung:

Öko-Faktor: 5

Qualität:      5

Preis/Leistung:  4

Blue Skies & Fluffy White Clouds
Umweltschonend in einer kleinen gelben Recyclingpapiertüte verpackt kommt der Badezusatz „Blue Skies & Fluffy White Clouds“ daher, ein runder Wirbel aus blauen und weißen Streifen in fester Form. Er duftet in seiner konzentrierten Form fast schon betäubend nach Weihrauch und Patschouli. Laut Verpackungsetikett reicht der Klumpen für 3 bis 4 Bäder, ich zerteile ihn also mit einiger Mühe und brösele ein Viertel davon ins einlaufende Badewasser. Andere Schaumbäder von Lush waren einfacher zu zerbrechen, dieses ist recht fest und weniger bröckelig, löst sich aber trotzdem gut und schnell im Wasser auf. Zu meiner positiven Überraschung verändert der Duft sich dabei leicht, das Patschouli-Aroma ist nur noch am Rande wahrnehmbar, dafür gesellt sich eine zimtige Note dazu. Der Schaum ist unbeschreiblich weich, zartporig und geschmeidig und lädt zum fluffigen Vergnügen ein. Überdies entstehen so große Schaumberge, dass ich überlege, dass man sicher auch 6 bis 7 Anwendungen aus dem Produkt ziehen kann. Seine cremige leichte Konsistenz behält der Schaum auch auf der Haut, so dass ich mir bei der Beinrasur in der Wanne locker den Rasierschaum sparen kann. Hautirritationen gibt es keine, es bleibt ein angenehm gepflegtes Gefühl. Der Duft entspannt und beruhigt auf das Beste, somit kann ich ich „Blue Skies & Fluffy White Clouds“ ohne Zweifel als hervorragendes Gute-Nacht-Bad empfehlen, das einen sanft ins Reich der Träume schickt. Heute definitiv mein persönlicher Testsieger.
Ein Badezusatz für 3 bis 4 (meiner Meinung nach eher 6 bis 7) Bäder für 6,95 ist sicher kein alltägliches Gut, sondern Luxus für besondere Stunden, aber trotzdem einfach schön.

Bild_BadezusatzBlue Skies & Fluffy White Clouds-Schaumbad

Wertung:

Öko-Faktor: 5

Qualität:      5

Preis/Leistung:  3

 

The Godmother
Bekannt geworden ist die Firma Lush wohl vor allem durch ihre vielen duftenden Seifen, die wie riesige Käselaibe im Geschäft ausliegen und nach Bedarf zurechtgeschnitten werden. Heute halte ich „The Godmother“ in den Händen, ein pinkfarbener Brocken, der Kindheitserinnerungen an Jahrmärkte hervorruft. Schon im trockenen Zustand fruchtig-süß, entfaltet die Seife beim Aufschäumen mit Wasser ein umwerfendes Aroma von bunten Zuckerperlen. Der Schaum ist cremig und macht beim ersten Versuch als Handwaschseife gleich Lust, ihn auch, wie laut Packung möglich, als Duschzusatz zu verwenden. Nun neige ich aber zu sehr trockener Haut, und dafür scheint sich die Körperseife nicht zu eignen, nach dem Duschen bleiben Spannungsgefühle. Fazit: Gern wieder zum Händewaschen, zum Duschen werde ich zukünftig aber lieber andere Produkte verwenden.
Mit 5,25 pro 100g ist dies noch eine der preisgünstigeren Lush-Seifen, als nett verpacktes Geschenk im Set für einen Lush-liebenden Menschen mag es das Wert sein, für meinen persönlichen täglichen Hausgebrauch eher nicht.

Wertung:

Öko-Faktor: 5

Qualität:      3

Preis/Leistung:  2

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2 thoughts on “Beauty-Test: Lush

  1. Hallo, ich bin heute zufällig zum ersten Mal in einen Lushladen gelaufen und nun im Netz auf der Suche nach Hinweisen dazu, was ich von dem Laden halten soll. So kam ich zu eurer Seite. Du schreibst „tierversuchsfei“. Bist du dir sicher? Oder hast du das übernommen, was Lush zu Werbezwecken erzählt? Bin nämlich auch auf diese Seite gestoßen: http://www.kosmetik-check.de/themen_051_de.php – Danach setzt Lush Rohmaterial ein, für dessen Herstellung sehr wohl Tierversuche gemacht werden, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich selbst bin noch in der Recherche und mein Post zum Thema Lush ist noch im Entstehen.

    • Liebe mayarosa,
      danke für deine Nachfrage.

      Du hast sicherlich Recht damit, dass man kritisch hinterfragen sollte. Ob wirklich restlos alles, was „irgendwie“ in einen Herstellungsprozess eingebunden war oder ist, frei von jeglichem Tierleid ist, kann man vielleicht nie mit 100% Sicherheit sagen.

      Wir haben für den Test selbstverständlich mehr Information eingeholt als das PR-Material von Lush.
      Auf den Seiten zu tierversuchsfreier Kosmetik von peta2 und auch auf dem Blog von Pseudoerbse, kosmetik vegan, wird Lush als einer der unbedenklichen Hersteller zumindest im Bereich vegan (bei vielen, aber nicht allen Produkten), vegetarisch (alle) und tierversuchsfrei (ebenfalls alle) genannt. Und von diesen beiden Anbietern wissen wir, dass sie sich stets auf einem möglichst aktuellen Stand halten und auch Firmen und Produkte von der Liste nehmen, die ihre Richtlinien ändern. Auch wir konnten bei weiterführenden Recherchen keine grauen Zonen im Bereich der Tierversuchsfreiheit finden. Lediglich die Tatsache, dass es sich bei Lush nicht um Naturkosmetik nach Bio-Richtlinien handelt und – laut Hersteller aus Gründen der Allergikerfreundlichkeit, das Argument sei mal dahingestellt – einige Produkte Konservierungsmittel enthalten, wird oft berechtigt kritisch betrachtet.

      Da wir kritisches Hinterfragen begrüßen, erlaube uns bitte auch, die von dir zitierte Quelle kritisch abzuklopfen. Dabei kommen wir zu dem persönlichen und keinesfalls endgültigen Schluss: Wir verlassen uns in diesem konkreten Fall bezüglich Aussagen zur Tierfreundlichkeit lieber auf private Blogger mit eigener hoher „Vegan-Motivation“ und Tierschutzorganisation mit gewisser Reputation, als auf eine Internetseite, deren Betreiber laut Impressum ein PR-Unternehmen mit Verlag ist, das seinen Gewinn vorrangig aus möglichst skandalträchtig aufgemachten „Enthüllungsbüchern“ über Kosmetik zieht.

      Alles Liebe und viel Erfolg bei deinem Post!

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