Geschichte von Manu: „99 Luftballons“

Ich möchte euch eine Geschichte erzählen, die traurig und wunderbar berührend zugleich ist. Sie ist wahr, sie ist nicht spektakulär. Erzählt hat sie mir ein guter Bekannter, der Bestatter von Beruf ist. Nur er hat davon gewusst, sie wird ihn sein Leben lang begleiten und mich auch. Ich bin ihm dankbar, daß er sie mit mir geteilt hat.

Ein 13 jähriges Mädchen starb in Schleswig-Holstein an Krebs, an Leukämie. Vor ihrem Tod äußerte sie Wünsche, bzgl. ihrer Beerdigung. Sie wünschte sich, daß an ihrem Grab das Lied von Nena „99 Luftballons“ gespielt werden sollte. In der Kirche sollten sich 99 gasgefüllte Luftballons befinden. Am Ende des Trauergottesdienstes durften sich die Trauergäste einen dieser Ballons nehmen und so, wie es der Wunsch des Mädchens war, an ihrem Grab zu dem Lied steigen lassen.

Mein Bekannter, der mit den Beerdigungsformalitäten beauftragt war, orderte 100 Ballons, einfach weil es eine runde Zahl ist. Diese deponierte er zu Beginn des Gottesdienstes in der Kirche. Als dann die Musik einsetzte löste sich einer der Ballons und stieg hinauf zur Kirchendecke.